Es war einmal in Friedrichshain...

So könnte die Geschichte unserer Sprachschule anfangen. Tut sie aber nicht. Tatsächlich hat die Idee ihren Ursprung in Madrid gefunden. Cinta und Stefan waren damals schon länger ein Paar, aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Jedenfalls lebten sie im Jahr 2010 für eine Weile in Madrid. Er war damals bei einem internationalen Tourismuskonzern angestellt und nach Madrid geschickt worden, um dort das Spanien-Geschäft des Unternehmens aufzubauen. Sie hatte gerade ihr Masterstudium in Audiovisueller Übersetzung in Barcelona abgeschlossen. Naja, jedenfalls hatten beide in Madrid viel Spaß, wollten aber eigentlich gerne wieder zurück nach Berlin, wo sie sich 2 Jahre zuvor kennen- und lieben gelernt hatten. Cinta hatte Lust auf einen Job und Stefan keine Lust mehr auf seinen. Wann und wie die Entscheidung mit der Schule dann gefallen ist, kann keiner der beiden mehr genau sagen. Aber im nächsten Moment drehte sich auf einmal alles nur noch um das Aushecken eines Schlachtplans. Stefan ließ seinen Arbeitsvertrag auslaufen und ein paar Monate später gab es das erste SPRACHKOMBINAT.

Der erste Spanischkurs...

Und dann haben wir die Werbetrommel gerührt, Flyer verteilt, Plakate geklebt und so tatsächlich bei einigen Menschen das Interesse für unsere damals noch komplett unbekannte 1-Raum-Sprachschule geweckt. Dann ging es um das Konzept für unseren ersten Spanisch-Gruppenkurs. Damals fiel eine grundlegende Entscheidung, die unseren Schulalltag bis heute prägt: Wir wollten kein Lehrbuch von einem der großen Lehrbuchverlage (Stefan sagt: "Lehrbuchmafia") benutzen. Stattdessen wollten wir unser komplett eigenes Lehrmaterial entwickeln und unseren Schüler_Innen und später dann auch der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stellen. Viel Arbeit für Cinta: in den folgenden Monaten entstand so in mühevoller Kleinarbeit die erste Ausgabe unseres eigenen Lehrmaterials für den A1a Kurs. Und dann kam der große Tag: Am Montag, den 4.10.2011 startete unser erster Gruppenkurs für Anfänger. Es war ein Semi-Intensivkurs und, juchuu, er war bis auf den letzten Platz ausgebucht!

Und dann kam Alba und...

Der Anfang war also geschafft und, vor allem durch die Mund-zu-Mund-Werbung unserer Schüler_Innen, kamen jede Woche mehr Menschen zu uns um Spanisch zu lernen. Innerhalb weniger Monate konnte Cinta den Ansturm nicht mehr alleine bewältigen und uns wurde schnell klar, dass wir eine zusätzliche Lehrkraft ins Boot holen mussten. Diese Entscheidung machten wir uns alles andere als leicht und es war völlig klar, dass wir das Arbeitsklima in unserem ultra-familären Kleinunternehmen nur erhalten konnten, wenn die neue Lehrkraft auch eine potentielle Freundin ist, mit der wir durch dick und dünn gehen können. In einem anderen Stadtteil saß zur selben Zeit Alba. Ihr Job? Teilzeit-Call-Center-Agentin bei der spanischsprachigen Hotline von Osram (den Glühbirnen-Fuzzies). Dort sollten Leute anrufen und betreut werden, die mit ihrer Glühbirne nicht zurecht kamen. Soweit zumindest die Theorie. Wer aber schon mal eine Glühbirne in der Hand hatte, der weiß, dass ihre Verwendung nicht übermäßig kompliziert ist und so ist es wohl kein Wunder, dass in diesem Call-Center nur eine einzige Person angerufen hat, die sich aber nur verwählt hatte. Alba hat das nicht gestört, so konnte sie während ihrer Schichten wenigstens ihre Masterarbeit (Fach: Spanisch als Fremdsprache) schreiben. Gleichzeitig absolvierte sie ein Praktikum als Assistenzlehrerin für Spanisch als Fremdsprache und Politikwissenschaften auf spanisch am Willi-Graf-Gymnasium in Berlin-Lichterfelde. Alba hatte mittlerweile vom "SPRACHKOMBINAT" gehört und eine Initiativbewerbung geschickt und wurde postwendend zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Cinta und Stefan hatten zu diesem Zeitpunkt schon viele solcher Gespräche geführt und alle bisherigen Bewerber_Innen aus dem einen oder anderen Grund abgelehnt. Und dann kam Alba, die Chemie stimmte und schon nach den ersten 3 Minuten des Gesprächs grinsten sich Cinta und Stefan an und beiden war klar: vor uns sitzt genau das, was wir so dringend gesucht haben.

...der Umzug in neue Räume.

Nun hatten wir also zwei Lehrerinnen, viele Schüler_Innen aber nur einen Unterrichtsraum. Notdürftig richtete Stefan deshalb zunächst die Küche zum "Einzelunterrichtsraum" her, wobei klar war, dass wir größere Räumlichkeiten brauchten. Hier kam nun ein riesiger Glücksfall zum Tragen, der erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Geschichte unserer Schule hatte: Kurt. Kurt ist sowohl einer der Besitzer als auch der Verwalter des Hauses, in dem nicht nur das Sprachkombinat, sondern auch Stefan und Cinta ihr Zuhause haben. Und Kurt war von unserem Projekt von der ersten Minute an begeistert und hat uns immer unterstützt. So kam es, dass Stefan & Cinta aus ihrer Privatwohnung aus- und ein paar Stockwerke höher eingezogen sind und die alte Wohnung nach umfangreicher Renovierung zum neuen "SPRACHKOMBINAT" wurde. Nun gab es 2 große Unterrichtsräume, eine gemütliche Küche und somit genug Platz für Alba, Cinta und Stefan, um ihren Traum zu leben. Wie es auch hier bald wieder "zu eng wurde", erzählen wir euch gleich. Jetzt guckt erstmal, wie es damals bei uns aussah:

Die nächste Station...

Wir hatten also mehr Kapazität und entsprechend auch mehr Schüler_Innen. Mehr Schüler_Innen erzählten entsprechend ihren Freund_Innen, dass wir vieles anders machen als andere Sprachinstitute und es einen speziellen, familiären Flair gibt, der zumindest im Kontext von Sprachschulen in Berlin nicht selbstverständlich ist. Das wir unsere Preise "so niedrig wie ohne Ausbeutung möglich" halten, hat sicherlich auch eine Rolle gespielt. Jedenfalls wuchsen unsere Schüler_Innenzahlen immer weiter, so dass bald beides wieder knapp war: Unterrichtsräume und Lehrkapazitäten. Und da kam wieder Kurt ins Spiel, der mittlerweile das Potential erkannt hatte und uns diesmal nicht nur Gewerberäume im Erdgeschoss des Hauses anbot, sondern diese auch noch nach unseren Wünschen komplett renovierte und umgestaltete. Manche Wände wurden eingerissen, andere verspachtelt, der Grundriss verändert und Dielen verlegt. Am 1.08.2012 begann der Unterricht in unserer jetzigen Sprachschule, dem SPRACHKOMBINAT Berlin, Scharnweberstraße 16, Vorderhaus, Erdgeschoss. Hier haben wir 3 große Unterrichtsräume für Gruppenkurse, einen kleinen für Einzelunterricht und ein echtes "Sekretariat" im Eingang. Das Platzproblem war gelöst, das Personalproblem jedoch verschärfte sich sogar noch, weil Cinta kurz nach dem Umzug schwanger wurde. Nach und nach wurde also weiter nach Lehrkräften für die Sprachkombinatsfamilie gesucht und es war, ohne nun jede einzelne Geschichte ausführen zu wollen, jedes Mal genauso schwierig und skurril wie bei Alba. Heute haben wir mit Aday, Alba, Cinta, Berta und Paula ein tolles Lehrerinnenteam, in dem jede die Anderen gut leiden kann und respektiert. Wir halten zusammen. Mal sehen wie es weitergeht...

Der Vollständigkeit halber: Im Sommer 2013 wurde der Sohn von Stefan & Cinta geboren.
Er treibt regelmäßig sein Unwesen im SPRACHKOMBINAT

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